TECHNIK MAUERWINKEL

Statische Annahme

Mauerwinkel von SELING sind hochbelastbare Böschungselemente aus Stahlbeton. Die Fußlängen der Fertigteile und die Bewehrung werden statisch berechnet und hängen ab von den angesetzten Beton- und Bodenkennwerten sowie dem Lastfall. Für die prüffähigen statischen Berechnungen werden folgende Beton- und Bodenkennwerte angesetzt.

Innerer Reibungswinkel (phi):
φ=35° (Hinterfüllung mit Sand-Kies-Gemisch)
Gewicht der Hinterfüllung (gamma):
γ=19 kN/m³
Wandreibungswinkel (delta):
δ=1/3 φ bzw. 2/3 φ
Kohäsion:
c=0
Gründung:
Frostfreie Gründung mit Unterbeton (C 12/15)
Mindest zulässige Bodenpressung von 200 kN/m²
Kennwerte Gründung:
φ=45° und γ=25 kN/m³
Maximale Kantenpressung
σBod=ca. 250 kN/m²

Die Ausführung der Gründung (Unterbeton, Einbindetiefe, Frostfreiheit) ist in Abstimmung mit dem Bodengutachter festzulegen.Mauerwinkel von SELING sind stahlarmiert. Lasten durch Hinterfüllung, PKW- und LKW-Verkehr können aufgenommen werden.

Die üblicherweise im Straßen-, Garten- und Landschaftsbau auftretenden Lastfälle haben wir zu Standardlastfällen zusammengefasst. Objektbezogen können statische Berechnungen für jede Art von Belastungssituation errechnet werden.

LastfälleMAUERWINKEL SICHTBETON AUSSEN

Lastfall 1
Lastfall 3
Lastfall 3a
Lastfall 4-SLW 30
Lastfall 5-SLW 60
Lastfall SLW 60

LASTFÄLLEMAUERWINKEL SICHTBETON INNEN

Lastfall 1
Lastfall 3
Lastfall 3a
Lastfall 4-SLW 30
Lastfall 5-SLW 60

MONTAGEHINWEISE FÜR MAUERWINKEL

FROSTFREIE GRÜNDUNG

Die erforderliche Fundamenttiefe zur frostfreien Gründung beträgt 80 cm. Die unterste Schicht des Fundaments besteht aus einer 40 - 50 cm starken Schicht aus verdichtetem Frostschutzmaterial.

Die darüberliegende Betonschicht aus Beton C 12/15 ist 20 cm -
30 cm stark. Für die Entwässerung ist eine Drainage erforderlich, welche auf der zu hinterfüllenden Seite vor dem Fundament angebracht wird.

Montagehinweise zur frostfreien Gründung von Mauerwinkeln

HINTERFÜLLUNG

Zu hinterfüllende Bereiche sind vollflächig im gesamten Wand- und Fußbereich mit einer Filterschicht zu versehen. Dadurch wird eine dauerhafte Entwässerung sichergestellt und Frostlinsen werden vermieden. Die Hinterfüllung hat mit nichtbindigem, frostsicherem Material (mind. Sand-Kies-Gemisch), zu erfolgen.

Das Füllmaterial ist lagenweise einzubringen (Schütthöhe ca. 30 cm) und standfest zu verdichten. Das Hinterfüllen und Verdichten hat vorsichtig mit leichtem Gerät zu erfolgen. Höhere Fertigteile sind 2 - 3 cm in den Hang geneigt zu versetzen, da durch den Vorgang des Hinterfüllens und durch das Gewicht des Füllmaterials eine nachträgliche Neigung in entgegengesetzter Richtung möglich ist.

EINFACHE GRÜNDUNG BIS ELEMENTHÖHE 80 CM

Die erforderliche Fundamenttiefe für eine einfache Gründung beträgt 30 cm. Die Stärke der unteren Schicht aus Frostschutzmaterial beträgt ca. 20 cm. Die darüberliegende Schicht aus erdfeuchtem Beton C 12/15 ist etwa 10 cm stark.

Die Fertigteile werden in den erdfeuchten Beton gesetzt und ausgerichtet. Ein nachträgliches Anheben zum Ausrichten ist bei dieser Methode kaum möglich. Die einfache Gründung ist für Elemente größer 80 cm nicht geeignet.

ERHÖHTE SICHERUNG GEGEN GRUNDBRUCH

Eine erhöhte Sicherung gegen Grundbruch kann durch eine tiefere Gründung erreicht werden. Das Fundament wird tiefer in das Gelände gesetzt. Dadurch verbleibt an der nicht hinterfüllten Seite Erdreich, welches als Sicherung gegen Grundbruch dient. Sollte es später in diesem Bereich zu Abgrabungen kommen, wäre die Standsicherheit der Fertigteile nicht gefährdet.

Ob eine erhöhte Sicherung gegen Grundbruch erforderlich ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Auf die statische Berechnung der Fertigteile hat die Grundbruchsicherung keinen direkten Einfluss.

VERSETZEN VON MAUERWINKELN

Zwischen Oberkante Betonfundament und Unterkante Fertigteil ist ein Freiraum von 5 cm einzuplanen. Der Freiraum dient zum Ausrichten der Elemente Hartholzplättchen

Die Mauerwinkel werden so lange angehoben und mit verschieden starken Plättchen ausgeglichen, bis sie exakt höhen- und fluchtgerecht ausgerichtet sind. Die Versetzlänge ergibt sich aus der Baulänge und der Fugenbreite. Zwischen den Elementen hat eine Fuge von 0,5 - 1,0 cm zu verbleiben. Nur so kann sichergestellt werden, dass leichte Bewegungen der Fertigteile während des Hinterfüllens oder später nicht zu Kantenabplatzungen und Rissen führen.

Aufgrund der schmaleren Füße entsteht ein Zwischenraum von ca. 5 cm zwischen den Füßen. Die Fertigteile lassen sich so einfacher versetzen. Auch ein Versetzen im Außenradius ist in Grenzen möglich (s. Radienausbildung). Ein vollflächiges Vergießen des Zwischenraums unterhalb der Füße wird ermöglicht.

Nach dem Ausrichten der Stützwinkel wird der Freiraum unterhalb der Mauerwinkel mit leicht fließendem Beton vergossen (Unterbeton C20/25). Die Füße der Fertigteile sind schmaler als das Fertigteil selbst.

Versetzen von Mauerwinkeln - Technik SELING Beton

Achtung: Versetzlänge=Baulänge + Fugenbreite
Beispiel: 10 Stck. Baulänge 100 cm + 10 x Fugenbreite 1 cm=
110 cm Versetzlänge.

Dadurch entsteht zwischen den Füßen jeweils ein Spalt von mehreren Zentimetern, in den der Fließbeton gegossen werden kann. Der Fließbeton muss sich vollflächig unter den Fertigteilfüßen ausbreiten. Bedarf: Fließbeton C20/25, Korngröße 0/8 mm.

Verankerung

Nach dem Unterbetonieren mit Fließbeton werden die Fertigteile mittels Rundstahl verankert. Der Rundstahl wird über mehrere Fertigteile durch die obere Reihe Ösen gezogen. Danach werden die Ösen umgeklopft.

Fugenabdichtung

Fugen zwischen den Fertigteilen werden mit einem 25 cm breiten Streifen aus Isolierpappe (Bitumen) versehen. Ziel ist es, Stauwasser auch durch die Fugen abzuleiten. Die Fugen sollen nicht wasserdicht verschlossen sein.

Achtung: Obere Anker nicht zum Erhängen der Elemente verwenden

Verankerung

Montagehinweise Eckelemente Sicht AUSSEN

Im Bereich der Ecken kann es erforderlich sein, ein Anschlusselement mit verkürztem Fuß einzubauen. Diese Anschlusselemente werden automatisch mitgeliefert und sind an der richtigen Stelle neben dem Eckelement einzubauen!

Außenecke Sichtbeton AUSSEN 100/100 zweiteilig 90° oder 135°
Außenecke Sichtbeton AUSSEN - Ansicht

Achtung: Die Stabilisierung des Eckbereiches hat durch großzügiges Verfüllen mit Ortbeton zu erfolgen!

Die Standsicherheit von Eckelementen und Anschlusselementen kann nur durch ein großzügiges Verfüllen der Elemente mit Ortbeton sichergestellt werden. Fußseitig ist bis an die Oberkante der Elemente Ortbeton aufzufüllen.

Eckelemente sind wie Standardelemente mit einem Rundstahl
Ø 14 mm zu verankern. Alternativ kann eine Verschraubung mittels Verbindungslaschen (90°) erfolgen.

Montagehinweise Mauerwinkel Sichtbeton INNEN

Handhabung hoher Mauerwinkel

Entladung

Ab einer Bauhöhe von 180 cm werden Mauerwinkel liegend (auf Paletten) angeliefert. Zum Entladen wird eine Viererkette an den Transportankern auf der Innenseite (Rückseite) angebracht. Die Elemente werden vorsichtig angehoben und auf Kanthölzern oder Paletten abgelegt.

Lagern

Die Elemente werden in der Nähe des LKW abgelegt. Dabei dürfen max. 2 Elemente übereinander gestapelt werden. Geeignete Abstandhalter zwischen den Elementen sind erforderlich. Bei längerer Lagerung der Fertigteile auf Holz kann es zur Bildung von Abdrücken an den Sichtflächen kommen. Diese Adrücke verblassen im Laufe der Zeit.

Aufrichten

Das Aufrichten der Elemente erfolgt mittels Zweierkette an den dafür vorgesehenen Transport- und Montageankern. Dabei sind die Fertigteile auf einem Gummireifen weich abzufangen. Um Beschädigungen am Kopf der Fertigteile durch die Kette zu vermeiden, ist ein Kantenschutz (z. B. Kantholz) rückseitig an der Oberkante zu befestigen.

Versetzen

Das Versetzen der Elemente erfolgt mittels einer Dreierkette, wobei der dritte Anschlagpunkt vorn im Fuß genutzt wird. Beim Anheben und Transportieren der Elemente sind die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) zu beachten. Unsere Fundamentierungs- und Versetzhinweise sind unbedingt zu beachten. Nur dadurch kann ein optimales höhen- und fluchtgerechtes Ausrichten erreicht werden.

Entladung

Entladung von hohen Mauerwinkel von SELING Beton

Lagern

Lagern von hohen Mauerwinkel von SELING Beton

Aufrichten

Aufrichten von hohen Mauerwinkel von SELING Beton

Versetzen

Versetzen von hohen Mauerwinkel von SELING Beton

Montagehinweise Mauerwinkel Sichtbeton INNEN

Der Schubschuh ist grundsätzlich immer erforderlich, wenn Mauerwinkel von der fußabgewandten Seite angefüllt werden. Der Schubschuh ist also auch dann erforderlich, wenn die Innenseite handgeglättet wurde. Ausschlaggebend ist die Seite der Anfüllung.

Zusätzlich zu beachten:

  • Montagehinweise für Mauerwinkel
  • Handhabung hoher Mauerwinkel
  • Besondere Montagehinweise für Eckelemente
Typ in HInnenhöhe in cmFußlänge F in cmd₂ in kg/lfmOrtsbeton h in cmfundament b in cmGewicht in kg/lfm
55434012-*)250
80686012-*)250
105937012-*)475
13011870125030550
15514380125030650
180165110155030910
2051901201580301000
2302151401580401160
25523514020100501500
28026015020100601600
30528517020100701780
33030519025100702350
35533020025100802500
380355220251001002750
405380230251201102950
430400240301201203600
455425250301201303800
Montagehinweise Mauerwinkel Sichtbeton INNEN

Achtung: Für andere Belastungen können sich die Abmessungen des Schubschuhs deutlich vergrößern. Eine statische Überprüfung ist bei Abweichung von den hier getroffenen statischen Annahmen unbedingt erforderlich!

Expositionsklassen und Betondeckung

Die Dauerhaftigkeit von Betonbauwerken hat in Deutschland den Rang einer gesetzlichen Anforderung, welche im Bauproduktengesetz und den Landesbauordnungen geregelt ist. Danach sind Standsicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit gleichrangige Kriterien.

Bei der Planung von Bauteilen bzw. Bauwerken sind sowohl die lastunabhängigen als auch die lastabhängigen Einwirkungen zur Sicherstellung der Dauerhaftigkeit zu berücksichtigen. Hierzu müssen geeignete Annahmen für die zu erwartenden Umwelteinwirkungen getroffen werden.

In DIN 1045 sind die Anforderungen an den Beton in Abhängigkeit von den möglichen Einwirkungen durch Expositionsklassen festgelegt.

Diesen Expositionsklassen werden andere Größen zugeordnet:

  • Betonzusammensetzung
  • Mindestdruckfestigkeitsklassen
  • Rechenwerte der Rissbreiten
  • Betondeckung der Bewehrung
  • Nachbehandlungsdauer

Betongüte und Expositionsklassen

TypBetongüteExpositionsklassenVorhaltemaß Δc [mm]
Mauerwinkel 10er AUSSENC40/50XC4, XF2, XA1, WF3
Mauerwinkel 12er AUSSENC40/50XC4, XD1, XS1, XF2, XA1, WF5
Mauerwinkel 12er INNENC40/50XC4, XD1, XS1, XF2, XA1, WF5
Mauerwinkel 15er AUSSENC40/50XC4, XD2, XS2, XF2, XA2, WF10
Mauerwinkel 20er AUSSENC40/50XC4, XD2, XS2, XF2, XA2, WF10
Mauerwinkel 25er AUSSENC40/50XC4, XD2, XS2, XF2, XA2, WF10
Mauerwinkel 25er AUSSEN nach ZTV-INGC40/50XC4, XD2, XS2, XF2, XA2, WF10
15/35 cm BlockstufeC35/45XC4, XF110
10er Großformatplatte bewehrtPKDUI3010
5er GROßFORMAT­PLATTEPKDUI30ohne Bewehrung

Mindestbetondeckung [mm]

TypOberfläche, welche den Umgebungsbedingungen
ausgesetzt ist
Andere Oberflächen
(insb. im Erdreich)
Mauerwinkel 10er AUSSEN3030
Mauerwinkel 12er AUSSEN4530
Mauerwinkel 12er INNEN4530
Mauerwinkel 15er AUSSEN5030
Mauerwinkel 20er AUSSEN5030
Mauerwinkel 25er AUSSEN5030
Mauerwinkel 25er AUSSEN nach ZTV-ING5530

I. Expositionsklassen bezogen auf Bewehrungskorrosion

  • I.1 Bewehrungskorrosion durch Karbonatisierung
    Beton, der Bewehrung oder anderes eingebettetes Metall enthält und Luft sowie Feuchtigkeit ausgesetzt ist.
    • XC2für eine nasse, selten trockene Umgebung
      z. B.: Gründungsbauteile
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C16/20
    • XC4für eine wechselnd nass und trockene Umgebung
      z. B.: Außenbauteile mit direkter Beregnung
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30
  • I.2Bewehrungskorrosion durch Chloride, ausgenommen Meerwasser
    Beton, der Bewehrung oder anderes eingebettetes Metall enthält und chloridhaltigem Wasser, einschl. Taumittel, ausgenommen Meerwasser, ausgesetzt ist.
    • XD1Umgebung: mäßige Feuchte
      z. B.: Bauteile im Sprühnebelbereich von Verkehrsflächen
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30 (LP), C30/37
    • XD2Umgebung: nass, selten trocken
      z. B.: Bauteile, die chloridhaltigen Industrieabwässern ausgesetzt sind
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP), C35/45
    • XD3Umgebung: wechselnd nass und trocken
      z. B.: Fahrbahndecken, Parkdecks
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP), C35/45
  • I.3Bewehrungskorrosion durch Chloride aus Meerwasser
    Beton, der Bewehrung oder anderes eingebettetes Metall enthält und Chloriden aus Meerwasser oder salzhaltiger Seeluft ausgesetzt ist
    • XS1Umgebung: salzhaltige Luft, aber kein unmittelbarer Kontakt mit Meerwasser
      z. B.: Außenbauteile in Küstennähe
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30 (LP), C30/37
    • XS2Umgebung: unter Wasser
      z. B.: ständig unter Wasser liegende Bauteile in Hafenanlagen
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP), C35/45
    • XS3Umgebung: Tiedebereiche, Spritzwasser- und Sprühnebelbereiche
      z. B.: Kaimauern in Hafenanlagen
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP), C35/45

II. Expositionsklassen bezogen auf Betonangriff

  • II.1Betonangriff durch Frost mit und ohne Taumittel
    Durchfeuchteter Beton, der einem erheblichen Angriff durch Frost-Tau-Wechseln ausgesetzt ist.
    • XF1für eine Umgebung mit mäßiger Wassersättigung ohne Taumittel
      z. B. Außenbauteile
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30
    • XF2für eine Umgebung mit mäßiger Wassersättigung mit Taumittel
      z. B. Bauteile im Sprühnebel- oder Spritzwasserbereich von taumittelbehandelten Verkehrsflächen, soweit nicht XF4
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30 (LP), C35/45
    • XF3für eine Umgebung mit hoher Wassersättigung ohne Taumittel
      z. B. offene Wasserbehälter
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30 (LP), C35/45
    • XF4für eine Umgebung mit hoher Wassersättigung mit Taumittel
      z. B. mit Taumitteln behandelte Verkehrsflächen
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP)
  • II.2Betonangriff durch aggressive chemische UmgebungBeton, der chemischen Angriffen durch natürliche Böden oder Grundwasser, Meerwasser oder Abwasser ausgesetzt ist.
    • XA1chemisch schwach angreifende Umgebung
      z. B. Behälter von Kläranlagen, Güllebehälter
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C25/30
    • XA2chemisch mäßig angreifende Umgebung und Meeresbauwerke
      z. B. Bauteile, die mit Meerwasser in Berührung kommen oder die sich in angreifenden Böden befinden
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP), C35/45
    • XA3chemisch stark angreifende Umgebung
      z. B. Industrieabwasseranlagen mit chemisch angreifenden Abwässern
      Mindestdruckfestigkeitsklasse (min fck): C30/37 (LP), C35/45

Achtung: Für jedes Bauteil sind die maßgebenden Expositionsklassen festzulegen.Für die verschiedenen Expositionsklassen sind Grenzwerte für die Betonzusammensetzung festgelegt.Im Wesentlichen sind folgende Anforderungen zu erfüllen:

  • maximaler Wasserzementwert (max w/z)
  • Mindestzementgehalt (min z)
  • Mindestdruckfestigkeitsklasse des Betons (min fck)

Normen und Vorschriften

Folgende Normen liegen unseren Produkten zugrunde:

  • DIN EN 206-1
  • DIN 1045-2
  • DIN 1045-4
  • DIN EN 1339 für Betonplatten
  • DIN EN 13198 für Betonblockstufen

Genannt seien hier noch (keine Vollständigkeit):

  • Eurocode 2 DIN EN 1992-1-1 + DIN EN 1992-1-/NA
  • DIN Fachbericht 100 Zusammenstellung von DIN EN 206-1 und DIN 1045-2
  • DIN EN 12620 Gesteinskörnungen aus Beton und Mörtel
  • DIN 18200 Übereinstimmungsnachweis für Bauprodukte
  • DIN EN 13369 Allgemeine Regeln für Betonfertigteile
  • DIN EN 197-1 Zement; Teil 1
  • BGB-RiWPK Richtlinie Werkseigene Produktionskontrolle
  • DIN EN 15258 Betonfertigteile – Stützwandelemente
  • DIN V 20000-120 Anwendung von Bauprodukten in Bauwerken
  • ATV DIN 18318 Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken, Plattenbeläge, Einfassungen
  • DIN 18500 Betonwerkstein – Begriffe, Anforderungen, Prüfung, Überwachung
  • Merkblatt für die Herstellung von Trag- und Deckschichten ohne Bindemittel
  • Merkblatt für die Verdichtung des Untergrundes und Unterbaues im Straßenbau
  • Merkblatt für die Planung und Ausführung von Verkehrsflächen mit großformatigen Pflastersteinen und Platten aus Beton
  • M FP 1 Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen
  • RStO 01 Richtlinie für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehsflächen
  • TL Min-StB 2000 Technische Lieferbedingungen für Mineralstoffe im Straßenbau
  • ZTV P-StB 2000 Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Pflasterdecken und Plattenbeläge Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau
  • ZTV T-StB 2000 Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Tragschichten im Straßenbau

Zertifikate und Leistungserklärungen

Ein hoher Qualitätsstandard, bezogen auf Produkte und Service, ist unsere Hauptaufgabe. An dieser Aufgabe arbeiten wir täglich mit vollem Einsatz und Engagement. Eine kontinuierliche Qualitätskontrolle im Rahmen einer werkseigenen Produkt- und Produktionskontrolle in Kombination mit einer werksfremden Güteüberwachung garantieren einen hohen Qualitätsstandard der Produkte. Unser Unternehmen ist Mitglied im Güteschutz Betonbauteile BAU-ZERT e.V..

Die Herstellung und Überwachung unserer Produkte erfolgt nach den geltenden Richtlinien der europäischen Normen. Aufgrund dessen, werden unsere Produkte mit einem CE-Zeichen gekennzeichnet.

Zertifikate und Leistungserklärungen SELING Beton - Bau-Z-ertZertifikate und Leistungserklärungen SELING Beton - ZertifikatZertifikate und Leistungserklärungen SELING Beton - CE

Leistungserklärungen nach der BauPVO

  • Die Bauproduktverordnung (BauPVO) ist seit dem 01.07.2013 gültig. Sie verpflichtet zur Übergabe einer Leistungserklärung für alle Produkte für den Bau, die den harmonisierten europäischen Normen unterliegen.

Leistungserklärung Werk 53567 Asbach

Leistungserklärung Werk 39261 Zerbst

TECHNIK GROßFORMAT­PLATTEN

DAUERHAFTE FLÄCHEN MIT SELING GROßFORMAT­PLATTEN - CHECKLISTE

1. Bestimmung der Bauklasse

Festlegung der zu erwartenden Verkehrsbelastungen und Art der Nutzung der zu gestaltenden Fläche (falls vorgesehen unter Berücksichtigung späterer Nutzungsänderungen, die zu höheren und/oder besonderen Beanspruchung führen).

Ergebnis: Bestimmung der Bauklasse nach RStO (siehe Produktdatenblatt „Merkmal für Verkehrsflächen mit Großformatplatten“)

2. Prüfung des Untergrunds

Der Untergrund/Unterbau muss die Anforderungen der ZTV E-StB erfüllen. Festzulegen bzw. zu bestimmen sind :

  • das Verformungsmodul (Ev2 >=45 MN/m²)
  • die Ebenheit
  • die profilierte Lage
  • die Wasserdurchlässigkeit

Werden die geforderten Werte nicht eingehalten, sind Verbesserungen vorzunehmen.

3. Planung der Frostschutzschicht

Frostschutzschichten müssen den Anforderungen der ZTV T-StB genügen. Für befahrene Verkehrsflächen sollten ausschließlich Baustoffgemische aus Schotter, Splitt, Sand und/oder Kies als Material für die Frostschutzschicht eingesetzt werden.

Festzulegen bzw. zu bestimmen sind:

  • das Verformungsmodul
  • der Verdichtungsgrad
  • der Verhältniswert EV2 / EV1
  • die Ebenheit
  • die profilgerechte Lage
  • die Wasserdurchlässigkeit

4. Planung der Tragschicht

Tragschichten müssen den Anforderungen der ZTV T-StB genügen. Ergibt sich gemäß Tafel 3 der RStO 01 eine größere Dicke für die Tragschicht als nach den ZTV T-StB erforderlich, sollte der RStO - Empfehlung gefolgt werden. Bei dickeren Tragschichten ist ein mehrlagiger Einbau ratsam. Tragschichten müssen ausreichend wasserdurchlässig sein, damit durch die Fugen in die Konstruktion eindringendes Wasser abgeleitet werden kann, um gleichzeitig die Anforderung an eine gute Verdichtung und hohe Steifigkeit der Tragschicht zu erfüllen wird der Einsatz von Schotterschichten empfohlen.

Vorgehensweise:
Die Tragschichtgemische werden in Mischwerken oder vor Ort hergestellt und wegen der erforderlichen Qualität bezüglich Ebenheit und Verdichtung i.d.R. mit Fertigern eingebaut. Ein eventuell erforderlicher Einbau mit Planiergeräten ist mit besonders großer Sorgfalt durchzuführen, um die straßenbautechnischen Anforderungenerfüllen zu können. Das Tragschichtmaterial ist gleichmäßig gemischt und durchfeuchtet ein zubauen. Voraussetzungen für die gute Verdichtbarkeit ist die Einhaltung des optimalen Einbauwassers (siehe „Merkblatt für die Herstellung von Trag- und Deckschichten ohne Bindemittel“). Bei Tragschichten ohne Bindemittel muss stets eine ausreichende Filterstabilität gegenüber der darunter liegenden Schicht gewährleistet sein.

5. Entwässerung

Eine ausreichende Entwässerung ist für die Dauerhaftigkeit der Verkehrsflächenbefestigung besonders wichtig. Die Anforderungen bezüglich der Mindest-Querneigung von Planum und Tragschichten sind in den entsprechenden Technischen Regeln, ZTV E-StB und ZTV T-StB, beschrieben.

6. Bettung

Das Bettungsmaterial muss den Anforderungen der ZTV P-StB 200, Abschnitt 1.4.1 genügen und zudem eine standfeste Zusammensetzung zur Vermeidung von Kornumlagerungen bei gleichzeitiger Aufnahme der statischen und dynamischen Belastungen aufweisen.

7. Fugenbreite / Verfugung

Technische Aufgaben der Fuge:

  • Ausgleich der fertigungsbedingten Maßtoleranzen der Platten
  • Im verfüllten Zustand Lastübertragung durch Aufnahme von Schub- und Scherkräften aus Verkehrsbeanspruchung (Aufbau einer Verbundwirkung).
  • Die Fugenbreite nach der Verlegung beträgt 3-5 mm. Eine vollständige Fugenverfüllung unter Verwendung eines geeigneten, auf die Plattenoberfläche abgestimmten Fugenmaterials ist erforderlich. Neben den technischen Aufgaben kommt der Fuge auch eine optische Aufgabe zu.
  • Das Rastermaß einer Platte oder eines Plattensystems ist immer der Abstand von Achse bis Achse Fuge. Damit errechnet sich das Rastermaß aus dem Nennmaß (Länge oder Breite) zuzüglich dem Fugenmaß.

Empfohlene Oberbaukonstruktionen mit SELING - GROßFORMAT­PLATTEN auf F2- und F3- Boden

Empfohlene Oberbaukonstruktionen mit SELING - Großformatplatten auf F2- und F3- Boden

VERLEGEHINWEISE FÜR SELING - GROßFORMAT­PLATTEN

Allgemeines

Vor der Herstellung des Belages mit SELING-GROßFORMAT­PLATTEN ist zu prüfen, ob die Unterlage den Anforderungen der einschlägigen Technischen Regeln entspricht. Insbesondere ist zu prüfen, ob die erforderliche Wasserdurchlässigkeit der Tragschicht gegeben ist.

Bei nicht ausreichender Wasserdurchlässigkeit darf der Plattenbelag nicht ausgeführt werden. Vielmehr sind zunächst alle erforderlichen Maßnahmen durchzuführen, um den einwandfreien Zustand der Unterlage herzustellen.

Bettung

Als Bettung (Ausgleichschicht zwischen Tragschicht und Plattenbelag) wird eine 2-3 cm starke Schicht aus Splitt 0,5 mm aufgetragen. Das Bettungsmaterial ist gleichmäßig gemischt und durchfeuchtet einzubauen, zu verteilen und vorzuverdichten. Nach dem Vorverdichten ist das Bettungsmaterial höhen- und profilgerecht mittels Lehrlatten abzuziehen.

Die Oberfläche der Bettung muss die geforderte Querneigung mit dem gleichen Genauigkeitsgrad wie die Oberfläche des Belages aufweisen. Die Dicke der Bettung im verdichteten Zustand sollte
3-5 cm betragen.

Verlegung

SELING-GROßFORMAT­PLATTEN sind mit einer Mindest-Querneigung von 2,0 % (DIN 18318) zu verlegen. Ist die Einhaltung der Mindest-Querneigung nicht möglich, so ist eine ausreichende Entwässerung durch die Schrägneigung erforderlich. Eine linieförmige Entwässerung wird empfohlen.

Die Verlegung der Betonplatten erfolgt mittels Radbagger und Vakuum-Verlegegerät. Dabei wird nicht über die bereits verlegten Betonplatten gearbeitet sondern „von vorne aus“. Die Platten sind fluchtgerecht, an den Fugen höhengleich unter Einhaltung einer Fugenbreite von 3-5 mm zu verlegen.

Achtung: Die Platten dürfen auf keinen Fall knirsch verlegt werden!

Jede Platte wird unmittelbar nach dem Ablegen auf der Bettung mit einem 2 kg schweren Gummihammer eingeklopft und zurecht geschoben. Hierbei werden Toleranzen im Unterbau und Maßtoleranzen der Betonplatten ausgeglichen. Gleichzeitig wird ein Kippeln der Platten bei späterem Befahren verhindert.

Verfugen

Die verlegten Platten sind mit einem Splitt oder Sand der Körnung 0/1 mm zu verfugen. Das Fugenmaterial ist über einen längeren Zeitraum mehrmals solange einzuschlämmen, bis kein Absacken des Materials mehr erkennbar ist. Nicht oder unvollständig gefüllte Fugen sind nicht zulässig, da dies insbesondere bei befahrenen Flächen schon nach kurzer Zeit zu Verschiebungen der Platten und damit zu Schäden am Belag führen kann!

Erhaltung

Sind Fugen nicht mehr vollständig, muss umgehend nachgefugt werden. Fehlende Verfugungen können zu Verschiebungen des Plattenbelages und damit zu Beschädigungen und Kantenabplatzungen führen!

Abrütteln

Mit dem Abrütteln der Flächen ist so lange zu warten, bis Bettung und Tragschichten ausreichend abgetrocknet sind, da durchnässte Tragschichten nicht ausreichend tragfähig sind.

Die Trocknung kann mehrere Tage dauern. Das Abrütteln sollte nur auf trockener, gereinigter Oberfläche erfolgen. Es sollte nur mit gummiummantelten Rüttlern gearbeitet werden.

Nach dem Rütteln sind die Fugen erneut vollständig zu füllen. Hierzu wird ein geeignetes Fugenschlussmaterial (z.B. Edelbrechsand) aufgebracht, verteilt und durch Wasserzugabe eingeschlämmt. Das Fugenschlussmaterial darf höchsten die oberen 8-10 mm der ansonsten mit Fugenmaterial geschlossenen Fuge ausfüllen.

Verkehrsfreigabe

Die Fläche darf erst für den Verkehr freigegeben werden, wenn Bettung und Tragschichten ausreichend getrocknet sind. Die Abtrocknung kann mehrere Tage dauern.

Produktspezifische Merkmale

  • gegossene Betonplatte bestehend aus Vorsatz- und Kernbetonschicht
  • Vorsatzschicht aus echten Granit- und Edelsplittzuschlägen
  • Stahlbewehrt für Belastungen bis SLW 30 (p=16,7 kN/m²) gemäß DIN 1072 (10 cm stark)
  • Herstellung nach DIN EN 1338 und DIN EN 1339, DIN 18500
  • Oberflächenbearbeitung: geschliffen oder geschliffen-gestrahlt, gestrahlt oder glatt
  • Mit Abstandhaltern als Verschiebesicherung und Verlegehilfe (10 cm stark)
  • Qualität PKDUI30 nach DIN EN 1339
  • Bestimmung der Frost-/Tausalzbeständigkeit nach DIN EN 1339 Anhang D, jedoch Massenverlust < 0,5 kg/m²
  • Bestimmung des Abriebwiderstandes nach DIN EN 1339 Anhang H nach Böhme, jedoch Abrieb < 15.000 mm³/5.000 mm²
  • Gleit-/Rutschwiderstand nach DIN EN 1339 Anhang I (SRT-Verfahren), SRT mind. 65
  • Biegezugfestigkeit nach DIN EN 1339 Anhang F, jedoch Mittelwert > 6 Mpa, Einzelwert < 5 Mpa

GROßFORMAT­PLATTEN UND VERKEHRSFLÄCHEN

Besondere Hinweise

Verkehrsflächenbefestigungen mit großformatigen Elementen erfordern eine umfassende und fachlich fundierte Planung, eine darauf aufbauende, vollständige Ausschreibung sowie eine qualifizierte Ausführung.

Fugenausbildung

Ein funktionierendes Fugensystem ist zwingend erforderlich, damit der Belag die Verkehrsbelastungendauerhaft schadensfrei aufnehmen bzw. weiterleiten kann.

Die Lebensdauer großformatiger Platten wird vor allem durch die Dauerhaftigkeit der Tragschichtenund der Fugenfüllung bestimmt.

Die Platten selbst haben eine sehr viel höhere Lebensdauer als die Verkehrsflächenbefestigung als Ganzes.Das Nachfugen der Fläche mindestens zweimal innerhalb der Gewährleistungsfristsollte bereits im Ausschreibungstext festgeschrieben werden.

Bettungsmaterial

Für Verkehrsflächenbefestigungen mit hohen Beanspruchungen sind nur kornabgestufte Gesteinskörnungen oder Gesteinskörnungsgemische mit begrenztem Feinkornanteil geeignet. Die Gesteinskörnungen müssen zudem einen hohen Widerstand gegen Kornzertrümmerung und Abrieb (hohe Kornfestigkeit) aufweisen. Korngrößenverteilungen im grobkörnigen Bereich gelten als sehr verformungsstabil und sind daher für Beläge mit hohen Belastungen besonders geeignet.

Für Verkehrsflächenbefestigungen mit relativ großen Plattenabmessungen müssen besonders steife, d.h. verformungsarme Tragschichten ausgeführt werden. Um die Anforderung an eine gute Verdichtung und hohe Steifi gkeit der Tragschicht zu erfüllen, wird der Einsatz von Schottertragschichten empfohlen. Außerdem müssen Tragschichten für Verkehrsflächen ausreichend tragfähig und standfest hergestellt werden, um die aus der Decke eingebrachten Lasten zu verteilen und in darunter liegende Schichten abzuführen.

Für durch Schwerfahrzeuge befahrene Verkehrsflächen sind relativ große Plattendicken erforderlich, damit diese die Belastungen – im Wesentlichen Biegebeanspruchung – aus den Radlasten aufnehmen können. Dies kann zu größeren Oberbaudicken führen, als nach
RStO im Hinblick auf die Frostsicherheit erforderlich ist. Für befahrene Verkehrsflächen sollten ausschließlich Baustoffgemische aus Schotter, Splitt, Sand und/ oder Kies als Material für die Frostschutzsicherheit eingesetzt werden.

Soll eine ungebundene Bauweise mit großformatigen Platten an eine starre Bauweise, z.B. Asphalt- oder Betonbauweise, angeschlossen werden, ist zweckmäßigerweise eine Dehnungsfuge vorzusehen. Randplatten eines großformatigen Plattenbelages sind mit einem Widerlager aus Beton gegen Verschieben zu sichern. Dieses ist bei der Planung der zugrunde gelegten Verkehrsbelastung anzupassen. Die Unebenheit der Oberfläche der oberen Tragschicht sollte – bezogen auf eine 4 m lange Messstrecke – nicht mehr als 1 cm betragen (abweichend von der ZTV T-StB).

TECHNISCHE REGELN FÜR SELING - GROßFORMAT­PLATTEN

ATV DIN 18318

Verkehrswegebauarbeiten, Pflasterdecken, Plattenbeläge, Einfassungen, Ausgabe Dezember 2000.
Hrsg.: DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin 2000

DIN EN 1339

Platten aus Beton - Anforderungen und Prüfverfahren, Ausgabe August 2003.
Hrsg.: DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin 2003

DIN 18500

Betonwerkstein - Begriffe, Anforderungen, Prüfung, Überwachung
Hrsg.: DIN Deutsches Institut für Normung e. V., Berlin 1991

Merkblatt

für die Herstellung von Trag- und Deckschichten ohne Bindemittel, Ausgabe 1995.
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 1995

Merkblatt

für die Verdichtung des Untergrundes und Unterbaues im Straßenbau, Ausgabe 2003.
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 1995

Merkblatt

für die Planung und Ausführung von Verkehrsflächen mit großformatigen Pflastersteinen und Platten aus Beton, Ausgabe 2003
Hrsg.: Fachvereinigung Betonprodukte für Straßen-, Landschafts- und Gartenbau e. V. (SLG) Bonn 2003

M FP 1

Merkblatt für Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen Teil 1 Regelbauweise (Ungebundene Ausführung), Ausgabe 2003.
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 2003

RStO 01

Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, Ausgabe 2001.
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 2001

TL Min-StB 2000

Technische Lieferbedingungen für Mineralstoffe im Straßenbau (Gesteinskörnungen und Werksteine im Straßenbau), Ausgabe 2000.
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 2000

ZTV P-StB 2000

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für den Bau von Pflasterdecken und Plattenbelägen, Ausgabe 2000.
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 2000

ZTV E-StB 2000

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, Ausgabe 1994, Fassung 1997
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 1997

ZTV T-StB 2000

Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Tragschichten im Straßenbau, Ausgabe 1995, Fassung 2002
Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV). Köln 2002

SELINGexterior PKDUI30

1. Zulässige Abweichungen (unter Berücksichtigung von DIN 18500)

KlasseKennzeichnungNennmaß der Platte [mm]Länge [mm]Breite [mm]Dicke [mm]
2P≤ 1.000± 2± 2± 3
> 1.000± 3± 3± 3
Die Differenz zwischen zwei beliebigen Messungen der Länge, Breite und Dicke einer einzelnen Platte muss ≤ 3 mm betragen.

2. Maximale Differenzen bei der Messung von Diagonalen

KlasseKennzeichnungDiagonale [mm]Maximale Differenz [mm]
2K≤ 8503
> 8506

3. Witterungswiderstand

Der Witterungswiderstand der SELING exterior wird durch Prüfung des Frost-Tausalz-Widerstandes bestimmt.

Frost-Tausalz-Widerstand

KlasseKennzeichnungMasseverlust nach der Frost-Tausalz-Prüfung [Kg/m²]
3D≤ 1,0
als Mittelwert mit keinem Einzelwert >1,5

Der Frost-Tausalztest wird nach DIN EN 12390 (Entwurf, nicht eingeführt) durchgeführt. Diese Norm beschreibt den CDF-Test als Frost-Tausalz-Widerstand einer Betonoberfläche. Der Test stellt hohe Anforderungen an das Produkt. Die mittlere Abwitterung der SELING exterior und interior nach 28 Frost-/Tau-Wechseln liegt zwischen 0,12 und 0,20 kg/m² und befindet sich damit weit unter dem von der höchsten Klasse 3 geforderten Maximalwert von 1,0 kg/m². Zudem sind keine optischen Veränderungen an der Oberfläche erkennbar (gefordert weniger 1500 g/m² ).

4. Biegezugfestigkeit

KlasseKennzeichnungCharakteristische Biegezugfestigkeit [MPa]Mindestbiegezugfestigkeit [MPa]
3U5,04,0

Die Biegezugfestigkeit der Vorsatzschicht der SELING exterior und interior beträgt ca. 8,0 MPa und liegt damit deutlich über dem geforderten Wert der höchsten Einstufungsklasse von 5,0 MPa.

5. Abriebwiderstand

KlasseKennzeichnungAnforderung
4I≤ 18.000 mm³ / 5.000 mm³

Die Prüfung des Abriebwiderstandes erfolgt nach DIN EN 13748. SELING exterior und interior weisen einen Abrieb (Verschleiß) in Höhe von etwa 12.000 mm³/5.000 mm² auf. Dieser Wert liegt deutlich unter dem von der höchsten Klasse 4 geforderten Maximalwert von
18.000 mm³/5.000 mm².

6. Bruchlast

Klassenr.KennzeichnungCharakteristische Bruchlast [kN]Mindestbruchlast [kN]
3003030,024,0

Anmerkung: Im Hinblick auf den Entwurf der Konstruktion sollte auf die möglichen Lastzustände bei Platten, die gößer als 600 mm sind, besonders geachtet werden.